Alkohol schadet der Leber. Aber auch falsche Ernährung und Übergewicht erhöhen das Risiko für eine Fettleber. Dass besonders Patienten mit Typ-2-Diabetes auf Ihre Leber achten sollten, macht eine kürzlich veröffentlichte Studie deutlich.


Fettlebererkrankungen und Diabetes Typ 2 sind auf dem Vormarsch: Fast jeder dritte Erwachsene in Deutschland leidet unter einer chronischen Leberverfettung, jeder zehnte an altersbedingter Typ-2-Diabetes – Tendenz steigend. Dabei ist die nicht-alkoholische Fettlebererkrankung mit einem erhöhten Risiko für die Entstehung von Diabetes Typ 2 verbunden. Das Diabetes-Risiko ist umso höher, je schwerer der Erkrankungsgrad der Fettleber ist.

Auch umgekehrt begünstigt Diabetes die Entstehung der Fettleber. So leiden 65-75% der Patienten mit Diabetes Typ 2 an einer nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung. Zusätzlich haben diese Patienten eine schlechtere Prognose für den Krankheitsverlauf: Fortgeschrittene Formen wie die Fettleberentzündung (NASH – Nicht alkoholische Steatohepatitis) treten häufiger auf und das Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs sind zwei- bis vierfach erhöht.

Wie Diabetes Typ 2 und nicht-alkoholische Fettleber genau zusammenhängen, ist noch nicht vollständig geklärt. Da sich beide Erkrankungen gegenseitig bedingen, können gemeinsame Ansätze zur Vorbeugung und Therapie von Diabetes und Fettlebererkrankungen genutzt werden. Profitieren Sie also im doppelten Sinne, indem Sie sich mehr bewegen und auf zucker- und fettreiche Kost verzichten, um überflüssige Pfunde abzubauen bzw. Übergewicht zu vermeiden. Nicht nur die Leber wird es Ihnen danken!

Quelle: Bril F & Cus K. Management of nonalcoholic fatty liver disease in patients with type 2 diabetes: a call to action. Diabetes Care, 2017, 40. Jg., Nr. 3, S. 419 – 430.

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