Die nicht alkoholbedingte Fettlebererkrankung ist mit einem deutlich höheren Risiko für eine Diabeteserkrankung verbunden als das metabolische Syndrom, das mit Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Insulinresistenz und veränderten Blutfettwerten einhergeht. Das haben israelische Wissenschaftler herausgefunden.
 
Danach hatten von rund 140 Studienteilnehmern diejenigen, die bereits zu Studienbeginn eine Fettlebererkrankung aufwiesen, ein bis zu achtfach erhöhtes Risiko, im Lauf der folgenden sieben Studienjahre einen Typ-2-Diabetes zu entwickeln, als Teilnehmer mit normalen Leberwerten. Von den Studienteilnehmern, die bei Studienbeginn neben einer Fettlebererkrankung auch erhöhte Zuckerwerte im nüchternen Zustand aufwiesen, erkrankten im Beobachtungszeitraum mehr als 90 Prozent an Diabetes.
 
Das Fatale daran: Die nicht alkoholische Fettlebererkrankung muss nicht mit Übergewicht einhergehen, auch schlanke und sportliche Menschen, die sich jedoch kohlenhydratreich ernähren, können eine Fettlebererkrankung entwickeln.
 
Studien koreanischer und britischer Wissenschaftler zeigen aber auch, dass das erhöhte Diabetesrisiko vollständig zurückgeht, wenn bei bestehender Fettleber das Leberfett abgebaut wird.
 
Die zurzeit einzige wirksame Therapie ist eine Änderung des Lebensstils und eine kalorienreduzierte, kohlenhydratarme, eiweißbetonte und fettmodifizierte Ernährung mit stärkearmen Gemüsen in Kombination mit eiweißhaltigen Nahrungsmitteln. Bereits nach einer Woche kalorien- und kohlenhydratreduzierter Ernährung erholen sich die Leberwerte messbar.
 
Quellen: Liver Int., 19. April 2013. doi: 10.1111/liv.12200; The Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 19. Juli 2013. doi: 10.1210/jc.2013-1519; das freelance team, 30. Juli 2013