Hepatische Enzephalopathie

Die hepatische Enzephalopathie (leberbedingte Hirnfunktionsstörung), abgekürzt „HE“, umfasst alle Störungen der Hirnfunktion, die bei akuten oder chronischen Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose) auftreten können. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet „durch die Leber bedingte Erkrankung des Gehirns“. Die Störungen der Hirnfunktion resultieren aus der gestörten Entgiftungsfunktion, die bei akuten und chronischen Lebererkrankungen eingeschränkt sein kann.

 

Die Folgen sind:

  • Die kranke Leber kann den im Stoffwechsel anfallenden Ammoniak nicht mehr effizient aus dem Blut entfernen.
  • Das schädliche Ammoniak gelangt in hoher Konzentration ins Gehirn.
  • Es kommt zu Störungen des Stoffwechsels und der Funktionen des Gehirns.

Erste Symptome sind:

  • Nachlassende Konzentrationsfähigkeit
  • Einschränkung des logischen Denkens
  • Reduzierte Aufmerksamkeit
  • Abnahme der Reaktionsfähigkeit
  • Verschlechterung des Kurzzeitgedächtnisses und der psychomotorischen Fähigkeiten (Feinmotorik)

Lesen Sie auch: