Diagnose

Durch eine sorgfältige Diagnose können Lebererkrankungen frühzeitig erkannt werden. Läßt sich durch Anamnese, die körperliche Untersuchung und Blutuntersuchungen keine eindeutige Diagnose stellen, sollten spezielle bildgebende Verfahren eingesetzt werden.

Untersuchungsmethoden
Körperliche Untersuchung (z.B. Abtasten, Abklopfen)
Blutuntersuchungen
Bildgebende Verfahren:
Ultraschall, Computertomographie und Magnetresonanztomographie bzw. Magnetresonanzangiographie
Gefäßdarstellung (Angiographie)
Gewebeentnahme (Leberblindpunktion)
Direkte Ansicht der Leber, ggfs. Gewebeentnahme unter Sichtkontrolle (Bauchspiegelung)

Symptome

Charakteristisch für Lebererkrankungen ist, dass auffällige Krankheitszeichen, die den Patienten frühzeitig warnen und ihn veranlassen würden, rechtzeitig den Arzt aufzusuchen, oft fehlen.

Ständige Müdigkeit, Verdauungsbeschwerden, chronischer Juckreiz oder häufiges Nasenbluten werden oft als „Alltagsbeschwerden“ eingestuft und daher nicht sehr ernst genommen. Sie können aber durchaus Anzeichen einer Leberkrankheit sein. Warnzeichen sind auch die sogenannten Leberhautzeichen wie Lebersternchen, Leberzunge und Palmerythrem (Rötung der Handinnenfläche).

Nicht jedes Symptom muss eine ernsthafte Ursache haben, aber die Ursache muss abgeklärt werden – je früher dies geschieht, desto besser, denn eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind Voraussetzung für eine Heilung oder zumindest eine Besserung der Erkrankung.

Typische Symptome von Lebererkrankungen

Erläuterung der Fachbegriffe: „Aszites“: Bauchwassersucht; „Gynäkomastie“: Vergrößerung der Brustgröße; „Palmarerythem“: Rötung der Handinnenfläche; Dupuytren´sche Kontraktur“: gutartige Erkrankung des Bindegewebes der Handinnenfläche

 

Lesen Sie auch: